von wakes_green » So 28. Sep 2014, 22:54
War mein erstes Auswärtsspiel von Celtic innerhalb Schottlands! (McCeltic sei Dank für das Arrangement)! Und dann gleich ein Auswärtssieg - nun ja, ein glücklicher Sieg gegen einen limitierten Gegner, der meilenweit entfernt ist von Gegnern wie die aus der Europa League und trotzdem fast einen Punkt gewonnen hätte.
Paisley ist ein ziemlich trauriger Ort im Großraum Glasgow (da wo auch der Flughafen ist). Der Nahverkehrszug braucht 20 min ab Glasgow Central. Ist übrigens eine geringere Entfernung als von meiner Wohnung in Berlin Prenzlauer Berg zum Olympiastadion. Trotzdem war das Stadion nur zu gut zwei Drittel gefüllt. Die Saints spielen nur einmal diese Saison zuhause gegen den kommenden schottischen Meister und kriegen ihr Stadion nicht voll - und die Hälfte der Zuschauer war grün-weiß. Auch ein Schlaglicht auf die schottische Liga. Schon ab der 2. Liga Liga liegen die Zuschauerzahlen z.T. unter 1.000, wie ich beim Frühstück der Sonntagszeitung entnehmen konnte. Traurig!
Bemerkenswert fand ich:
- Dass es im Stadion kein Bier gibt, ist klar. Aber es gibt nicht mal welches im Umkreis, sprich an den Fresswagen im fußläufigen Bereich rund ums Stadion.
- Im Gästeblock wird gestanden.
- Das Durchschnittsalter ist viel höher als in Deutschland, es gibt auffällig viele Männer 50+
- Donegal spielt in der Fanszene wohl eine wichtige Rolle, schon in Maribor hat eine Gruppe "Donegal's Sons" die größte Stimmung gemacht, jetzt wieder, was sind das für Lhads?
- Es ist total friedlich - auĂźer der Kommunikation gegenĂĽber dem Schiedsrichter;-)
- Einen durchgehenden Support - so wie in deutschen Stadien - gibt es nicht (wo ist die GB?), wohl aber eine wohltuende Anfeuereung gemäß Spielsituation (das ist bei meinen Mainzern der große Streitpunkt zwischen den Dauer-Sing-Sang-singenden Ultras und den spielsituationsanfeuernden "Alt-Fans").
- Gruß und Abschied der Mannschaft nach Spielschluss gegenüber den mitgereisten Fans gibts nicht. Das ist kulturell offenbar völlig anders als bei uns - war auch schon europäisch so.
Den Unmut der Celtic-Fans hat sich übrigens Stefan Scepovic zugezogen. Schon sein Aufwärmprogramm war mehr als lustlos (im Gegensatz zu Berget, der auf einen Einsatz sichtbar brannte), und dann eingewechselt hat er jeden Ehrgeiz vermissen lassen. Zwei Sprints (in Kontersituationen) hat er quasi verweigert. Wenn ich in einem neuen Verein anheuere und dann das erste Mal eingewechselt werde - dann zerreiße ich mich doch!
Against the famine and the crown